Kooperation statt Höher, Schneller, Weiter

So langsam wird es wieder so, wie wir es gewohnt waren. Die Straßen sind wieder voll und die Chemtrails wieder dichter (wo ist mein Aluhut…) Wird dies alles nur eine kleine Episode sein, an die wir uns eines Tages mit einem Schmunzeln erinnern werden, bei dem Gedanken daran, das wir beim Friseur einen Mundschutz trugen, einen Einkaufswagen als Abstandshalter nehmen mussten und uns wieder mal fragten ob das Ende nah sei?
Wollen wir wirklich zurück in das Leben das wir bisher kannten?
Jetzt bietet sich immer noch die grandiose Gelegenheit zu erkennen welch wahnwitzige Formen unser modernes Leben angenommen hat. Über Amazon bestellen wir Einwegartikel, Schminke, Zahncreme und Kleidung aus China. Befeuern wir einen Lebensstil den keiner gut heissen kann aber dennoch jeder betreibt. Firmen lassen in Asien produzieren – die günstige Werkbank liefert. Nur um ein Produkt zu verpacken wird es nach China geschickt weil man so die Produktionskosten um 30 % einsparen kann, um dann den gleichen Weg wieder zurück transportiert zu werden. Doch wer spart hierbei und wer zahlt? In dieser kaufmännischen Kalkulation wird die Rechnung wieder mal ohne den Wirt gemacht. Die Ressourcen die uns unsere Erde zur Verfügung stellt, der Treibstoff für den Transport, Luft & Wasserwege die dabei verschmutzt werden, sollten bezifferbare Kosten sein die in die Kalkulation miteinfliessen. Natürlich will auch ich keine neuen Steuern, die dann sowieso wieder in völlig absurden Projekten verpulvert werden. Mir geht es darum zu erkennen, wie willenlos und blind unser Konsumverhalten oftmals ist. Wir sehen nicht den Vorgang der hinter all diesen einfachen Click & Buy Bestellungen läuft. Alles ist so einfach, Du bestellst an Deinem Rechner und ein paar Tage später klingelt es an der Tür. Containerschiffe die inzwischen gewaltige Dimensionen angenommen haben und die in naher Zukunft durch Computerprogramme oder Roboter gesteuert werden.
Der Anblick der Millionen LKW auf den Autobahnen, die übervollen Raststätten bei denen die Fahrer schon gezwungen sind auf der Auffahrt zu parken. Oftmals Freigeister und Unikate die viele Jahre ihres Lebens im Stau stehen und sich auf Raststätten ernähren. Du stehst nicht im Stau, Du bist der Stau, mit den was Du tust.
Sind wir denn nicht in der Lage Kosmetik, Kleidung und andere Gebrauchsgegenstände in Europa herzustellen, vielleicht sogar in Deutschland, ja vielleicht sogar in Deiner Umgebung?
Viele von uns entdecken jetzt die Einkaufsmöglichkeiten vor Ort. Der Bauer der sein eigenes Gemüse mit seinem Hofverkauf anbietet. Der kleine Elektronikhändler der noch in der Lage ist etwas zu reparieren und nicht mit dem Mantra „lohnt sich nicht“ den Neukauf anzupreisen. Die einheimische Brauerei hat auch vielleicht auch ein Pils auf Weltniveau. Weit weg ist nicht automatisch besser. Kaufen mehr Menschen wieder regional, ist dies auch ein Ansporn für kreative Menschen aus den lokal vorhandenen Ressourcen etwas herzustellen. Transportwege werden verkürzt oder fallen ganz weg und wer hätte es für möglich gehalten… Meetings kann man auch Online abhalten. Es lebe das Internet. Natürlich wollen wir auch weiterhin Kaffee aus Guatemala und Rotwein aus Frankreich trinken, Spanisches Olivenöl darf unsere Küche bereichern und wie wäre unser Leben ohne Schokolade aus Ghana oder Bolivien. Eine gesunde Mischung in der die Grundbedürfnisse regional gedeckt werden und der Luxus anderer Güter auch als solcher wahrgenommen und dementsprechend wert-geschätzt wird.
Ich wünsche mir die Renaissance der Dorfgemeinschaft mit Anschluss an die moderne Welt, aber mit dem Bewusstsein für Balance und ich bin mir sicher, damit bin ich nicht alleine.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen